top of page

WER ICH BIN

99 8-15.jpg

​​​​​​

 

 

 

 

Auf meiner Reise durch das Leben ist ein wiederkehrender Aspekt seit jeher die Suche nach Wahrhaftigkeit gewesen. Immer wieder bin ich an Punkte gelangt, an denen es notwendig war, meinen Weg ehrlich zu überdenken und auch den Mut aufzubringen, Dinge umzuwerfen, wenn sie sich nicht mehr authentisch anfühlten. Es gab Phasen, in denen mich die Unwägbarkeiten des Lebens stark gefordert haben – und genau da wurde es entscheidend, innezuhalten, einen Schritt zurück zu machen, und mir in Ruhe alles anzuschauen, bevor es weitergehen konnte. Ich habe gelernt, mir an solchen Wendepunkten bewusst einen Raum der Stille zu schaffen, um Gegenwärtigkeit und Klarheit zu gewinnen.

Bis 2018 habe ich in Berlin gelebt, doch in den letzten Jahren dort verspürte ich eine immer größere Unzufriedenheit. Ich merkte, dass sich etwas in meinem Leben grundlegend verändern musste. Mein Umfeld, mein Job und mein Privatleben schienen irgendwie festgefahren, und ich wusste: Für echtes Wachstum brauchte ich einen radikalen Wandel. Auf einer Reise durch Südamerika wurde mir dann intuitiv klar, dass dieser Teil der Welt der perfekte Ort für meine Weiterentwicklung sein würde. Zurück in Berlin ließ ich ein halbes Jahr verstreichen, in dem ich arbeitete, Geld sparte und mein Hab und Gut auf das Nötigste reduzierte, bis alles in einen einzigen Koffer passte. Im September 2018 ging es dann nach Montevideo – ohne dort jemanden zu kennen und ohne Ahnung, ob ich dort Arbeit finden würde. Ich vertraute einfach auf mein Bauchgefühl, auf Enthusiasmus und Abenteuerlust. Und so begann ein ganz neues Kapitel.

In Uruguay erwies es sich tatsächlich als ziemlich schwierig, meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, weshalb ich 2019 weiter nach Buenos Aires zog. Dort lief anfangs alles sehr gut: Ich fand eine Stelle, und es sah so aus, als würde sich endlich alles fügen. Doch ein paar Monate später kam Covid und stellte alles auf den Kopf.​ Mit dem Ausbruch der Pandemie holten mich auch die Geister der Vergangenheit wieder ein, von denen ich wohl geglaubt hatte, ich hätte sie beim Auswandern auf einen anderen Kontinent hinter mir gelassen. In der Isolation des Lockdowns meldeten sich meine alten Ängste und inneren Konflikte nun mit voller Wucht zurück.

Auf dem Höhepunkt dieser Krise geschah allerdings etwas Wundervolles: Durch Zufall stieß ich auf ein ungewöhnliches Mietangebot – eine einfache Hütte auf einer abgelegenen Insel im Delta des Flusses Paraná. Zuerst hielt ich die Idee für zu verrückt, aber dann folgte ich einfach meinem inneren Ruf, weil ich erkannte: Ich habe jetzt die Chance, etwas wirklich Außergewöhnliches zu erleben. Inmitten der wilden und friedvollen Natur fand ich Freiraum, um mich meiner inneren Heilung zu widmen. Während des Dreivierteljahres, das ich dort verbrachte, entdeckte ich die reiche Fülle meines Innenlebens. Ich festigte meine Praxis in Meditation und Breathwork und entdeckte meine Faszination für die Philosophie des Vedānta. Meine beginnende Nüchternheit spielte dabei eine Schlüsselrolle, weil sie mir die nötige Klarsicht gab, um mich nicht länger mit all meinen Gedanken und Gefühlen zu identifizieren, sondern eine achtsame Beobachterperspektive einzunehmen. Dies half mir, beeinträchtigende Glaubenssätze und negative Gedankenmuster zu durchbrechen und so Kräfte für einen echten Neubeginn freizusetzen.

2023 war schließlich der Augenblick gekommen, nach Deutschland zurückzukehren. Die Zeit in Argentinien, die sowohl viele freudvolle als auch schwierigere Episoden mit sich brachte, hat mir wertvolle Werkzeuge an die Hand gegeben und einen tiefen Wandel in mir ausgelöst. Bei meiner Rückkehr zeigte sich mir unter anderem, dass ich aus meiner beruflichen Tätigkeit, der ich bis dahin nachgegangen war, herausgewachsen war. Es war an der Zeit, das, was das Leben mich gelehrt hatte, mit anderen, die ähnliche Herausforderungen erleben, zu teilen. Also habe ich mich gezielt weitergebildet, um meine Kenntnisse zu vertiefen, und Fortbildungen in verschiedensten Bereichen des Coachings und der Selbstfürsorge absolviert. Außerdem nehme ich weiterhin an Kursen der Chinmaya Mission teil, einer Institution, welche die Tradition des Vedānta lebendig hält. Meine neue Berufung erfüllt mich mit Freude und ich empfinde es als unheimlich bereichernd, andere dabei zu unterstützen, sich mit ihrer eigenen inneren Weisheit zu verbinden, um ein erfülltes Leben im Einklang mit sich selbst zu führen.​​

2023-04-24-5.jpg
2023-04-24-6.jpg
2023-04-24.jpg
2023-04-24.jpg
2023-04-24-7.jpg

MEIN HINTERGRUND
 

2001 - 2002:

Studium Altamerikanistik, Freie Universität Berlin

2002 - 2006:

Studium Japanologie und Ostasiatische Kunstgeschichte,

Freie Universität Berlin

2005:

                 DAAD-Stipendium an der Staatlichen Pädagogischen Universität Tadschikistans, Duschanbe

2006 - 2009:

BA Russisch und Regionalwissenschaften (Schwerpunkt: Zentralasien),

  Humboldt-Universität zu Berlin

2007:

DAAD-Stipendium am Staatlichen Institut für Fremdsprachen

  Samarkand, Usbekistan

2008:

Praktikum beim Informationszentrum des DAAD Baku, Aserbaidschan

2009 - 2012:

MA Kulturen Mittel- und Osteuropas, Humboldt-Universität zu Berlin

2010:

DAAD-Stipendium an der Staatlichen Universität Jakutsk, Russland

2013 - 2014:

ERASMUS MUNDUS Forschungsstipendium an der Russischen 

   Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität

2014 - 2025:

Ausbildung und Arbeit als Lehrer für Deutsch als Fremdsprache /

  Zweitsprache; Auslandaufenthalte in Albanien und Indien

2021 - 2023:

Studium Philosophie an der Universität San Martín, Buenos Aires

Seit 2023:

Philosophische Beratung (2023), 

Breathwork, Stressmanagement, Resilienztraining (2024), 

Positive Psychologie, Transformationscoaching, Dopamin Detox, Hypnose, Sobriety Coaching, Spirituelles Coaching, Sanskrit I (2025) 

(siehe Zertifikate)​​​

bottom of page